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Berner Reitschule Grosse Halle bleibt besetzt

Seit Ende März ist ein Teil des Berner Kulturzentrums besetzt. Nun steigt der politische Druck auf die Stadtregierung.

In der Grossen Halle der Berner Reitschule finden Theater, Konzerte oder auch monatlich ein Flohmarkt statt. Für diesen Raum ist nicht der Betreiberverein IKuR zuständig, sondern eine separate Trägerschaft. Ihr werfen die Besetzter vor, zu kommerzielle Anlässe zu organisieren.

Uns ist die Kultur wichtig, nicht der Kommerz.
Autor: Trägerschaft Grosse Halle

Dem widersprechen die Verantwortlichen der Trägerschaft. Im Vordergrund stehe immer die Kultur und nicht das Geld, sagt ein Leitungsmitglied auf Anfrage von SRF News. Mit den Besetzern sei man in Kontakt. Man hoffe, dass es bald eine Lösung gebe.

Politiker machen Druck

CVP-Stadtparlamentarier Michael Daphinoff ist weniger zuversichtlich. «Die Situation wird sich nicht so schnell beruhigen. Der Gemeinderat ist gefordert.» Er und seine BDP/CVP-Fraktion haben nun bei der Stadt im Rahmen einer kleinen Anfrage einen Fragenkatalog deponiert. Sie wollen wissen, wann eine polizeiliche Räumung in Frage kommt.

Die Stadtregierung muss nun aktiv werden.
Autor: Michael DaphinoffBDP-Stadtrat

Zudem sorgen sich die Politiker um den Leistungsvertrag zwischen der Stadt und der Grossen Halle. Sie wollen wissen, ob der Vertrag noch eingehalten wird und wie die Stadt vorgehen will. Michael Daphinoff verweist auch auf die Abstimmung vom 10. Juni, wo die Stimmbevölkerung über einen Kredit für eine Sanierung der Grossen Halle entscheiden muss.

Wie reagiert die Stadt Bern?

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Wie reagiert die Stadt Bern?

Für Stadtpräsident Alec von Graffenried besteht kein dringender Handlungsbedarf. «Die Grosse Halle ist an die Trägerschaft vermietet. Sie muss aktiv werden, nicht wir.» Die Situation sei weder gefährlich, noch bestehe eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung. Auch betreffend einer mögliche Nichteinhaltung des Leistungsvertrags sieht es Alec von Graffenried gelassen. «Im Moment warten wir noch ab.» Am Abstimmungstermin vom 10. Juni will die Stadt Bern festhalten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die Reithalle ist ein gutes Beispiel für "instrumentalisierte Kunst". Das zerstört das Image der echten Kunst, die sich immer weiter "verschlammpt". Daraus können nur ganz wenige noch unbekannte Leute profitieren, die mit Herzblut ihre Gefühle ausdrücken. Vielleicht braucht es diesen Zerfall der Kunst, damit sie als das was sie ist, wieder auferstehen kann.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich schlage vor, dass man die Reithalle in Zukunft für die Sitzungen aller Linken, Grünen, SP-ler usw. benutzt. Dann wären alle Gleichgesinnten unter einem Dach und die Kosten könnten bei allen gesenkt werden.
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