Bischof von Freiburg will Veruntreuungen in Pfarreien verhindern

Bischof Morerod reagiert auf den Fall eines Pfarrei-Präsidenten, der mit der Pfarrei-Kreditkarte persönliche Einkäufe in der Höhe von 50'000 bis 100'000 Franken getätigt hat. Nun sollen Massnahmen ausgearbeitet werden, die künftig zu mehr Transparenz in finanziellen Angelegenheiten beitragen.

Bischof Charles Morerod.

Bildlegende: Will mehr Transparenz in finanziellen Angelegenheiten: Bischof Charles Morerod. Keystone

Der Betrug ist aufgeflogen und wurde letzte Woche publik. Der Freiburger Pfarrei-Präsident hat die veruntreute Summe zurückbezahlt – inklusive fünf Prozent Zinsen – und ist von allen seinen kirchlichen Ämtern zurückgeteten.

Nun aber verlangt der zuständige Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg Veränderungen im Umgang mit Finanzen in den Pfarreien. Charles Morerod hat dazu den Vermögensverwaltungsrat des Bistums beauftragt, Massnahmen und Empfehlungen auszuarbeiten, die zu mehr Transparenz beitragen. Dies teilt die Diözese in einem Communiqué mit.

Auch wenn Vertrauensbrüche, mangelnde Transparenz oder Geldveruntreuung dem widersprächen, was Christen eingentlich leben wollten, heisst es, musste festgestellt werden, dass diese Missstände existierten.

Verbesserungen dieser Zustände seien daher ein dringendes Anliegen. Der Vermögensverwaltungsrat berät sich am 12. Februar.