«Blaue Halle» in Freiburg: «Ein Dorf für Innovation»

Seit Jahren spricht man in Freiburg vom Innovationsquartier Bluefactory. Bisher war davon wenig zu sehen. Mit der Einweihung der «Blauen Halle» soll sich das ändern. Hier arbeiten künftig 200 Leute.

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Neuer Innovationspark

3:33 min, aus Schweiz aktuell vom 11.12.2015

Vor vier Jahren wurde in der ehemaligen Bierbrauerei Cardinal das letzte Bier gebraut. In der «Blauen Halle» wurde das Bier gelagert. Nun wurde diese Halle umgebaut. Drinnen hat es 126 modulare Holzpavillon, Kunstrasen und sieben echte Lärchenbäume.

«In diesem Dorf sollen sich Forscher austauschen können», sagt Edgar Theusinger, Direktor ad interim der Bluefactory. Die Halle ist isoliert aber ungeheizt, die Pavillons sind modern. «Die Halle verbraucht nur so viel Energie wie zwei Einfamilienhäuser», sagt Theusinger.

ETH Lausanne und Denkmalschutz

In der «Blauen Halle» sind mehrere Kompetenzzentren untergebracht. Eines beschäftigt sich mit der menschlichen Gesundheit. Eines forscht im Bereich Wohnen. Dieses «smart living lab» ist die Freiburger Antenne der ETH Lausanne.

Das künftige Innovationsquartier war bisher für die Bevölkerung nicht fassbar, dies soll sich nun Schritt für Schritt ändern. Bis das ganze Gelände überbaut ist, dauert es aber noch 10 bis 20 Jahre. Einige Gebäude auf dem Gelände sind denkmalgeschützt.

«Wir bauen für insgesamt 300 Millionen Franken», sagt Beat Vonlanthen, Staatsrat, und Verwaltungsratsmitglied der Bluefactory. Doch schon heute seien viele Kleinunternehmen und Jungunternehmen aktiv auf dem Gelände. «Es hat bereits mehr Arbeitsplätze jetzt als die Bierbrauerei zum Schluss hatte.»