Brienz ist sicher – und vergisst die Naturkatastrophe nicht

Die beiden Bäche, die im August 2005 Tod und Verwüstung über Brienz gebracht haben, sind massiv verbaut. An der Einweihungsfeier für die beiden Schutzprojekte wurde aber auch klar: Die Menschen können die Tragödie nicht einfach wegstecken, auch wenn die Zeit Wunden heilt.

Der Glyssibach wurde zum Schutz der Häuser in Brienz stark verbreitert

Bildlegende: Der Glyssibach in Brienz - vier Mal breiter als vor acht Jahren. SRF

Der Trachtbach und der Glyssibach, die am 23. August 2005 zwei gewaltige Murgänge quer durch Brienz geleitet haben, sind gesichert. Gegen 50 Millionen wurden in die Verbauungen gesteckt und die Bachläufe stark verbreitert.

Den Menschen ist die Schreckensnacht vom August 2005 immer noch in Erinnerung und manch einer schluckte leer an der Feier, als die Bilder von damals wieder ins Bewusstsein drangen. «Wir haben den inneren Frieden gefunden, auch wenn wir wissen, dass die Arbeit noch längstens nicht gemacht ist», sagt Anneliese Zimmermann, die Brienzer Gemeinderatspräsidentin.

Acht Familien mussten ein neues Haus bauen

Ein Preis, der Brienz für seine neue Sicherheit bezahlt hat, sind Häuser entlang des Glyssibachs, die nicht mehr aufgebaut werden durften. Oskar Landolt brauchte ein neues Heim. «Heute sind wir wieder glücklich und haben Wurzeln geschlagen».