Daria Gusberti sprengt die Grenzen des Tanzes

Der Berner Tänzerin Daria Gusberti reicht das Tanzen nicht mehr: Sie kann ihre Botschaften damit zu wenig transportieren. Deshalb versucht sie am Performance-Festival Bone in Bern Neues aus.

Daria Gusberti sieht sich als politische Künstlerin. «Mit meiner Kunst will ich Stellung beziehen.» Schon als Jugendliche hat sie für den WWF Frösche über die Strasse getragen. Ihr Publikum will sie zum Denken anregen. «Die Welt kann ich so aber bestimmt nicht verändern.»

Der 39-Jährigen fällt es aber immer schwerer, ihre Botschaften durchs Tanzen zu vermitteln. «Mit dem Körper alleine kann ich nicht alles ausdrücken», sagt Daria Gusberti im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Für das Performance-Festival arbeitete sie mit dem Deutschen Schauspieler Oliver Stein und der Künstlerin Sanja Latinovic aus Serbien zusammen. Sie sammelten in den Strassen von Belgrad Zettel und hängten sie in Bern im Kulturzentrum Progr an die Wand - Einkaufszettel, Wohnungsinserate, Erinnnerungsnotizen. «Jeder Zettel trägt in sich ein Universum», sagt Daria Gusberti. Mit diesem Projekt will sie das genaue Hinschauen schärfen. Und entfernt sich dabei weiter von ihrem angestammten Metier – dem Tanzen.