«Das Wallis wird nie mehr gleich sein»

Oskar Freysinger kann seinen Grosserfolg bei den Regierungswahlen kaum fassen. So etwas habe es noch nie gegeben.

Oskar Freysinger im Sonnenlicht.

Bildlegende: Oskar Freysinger ist begeistert über sein überraschend gutes Abschneiden. Keystone

Der SVP-Mann Oskar Freysinger hat bei den Wahlen für den Walliser Staatsrat mehr Stimmen erhalten als die amtierenden Staatsräte. Mit 53'178 Stimmen liegt er fast 3'000 Stimmen vor dem nächstbesten Jean-Michel Cina (CVP).

Offensichtlich hat Oskar Freysinger weit über seine Partei hinaus Stimmen gemacht. Wie erklärt er sich den Erfolg? «Ich habe 14 Jahre lang gekämpft, meine Linie beibehalten, Klartext gesprochen und mich nie kaufen lassen.» Dieser Stil habe den Leuten offenbar gefallen, vermutet Freysinger. Jedenfalls sei das Ergebnis ein klarer Bruch mit dem bisherigen politischen System. «Das Wallis wird nie mehr gleich sein.»

Varone gegen Freysinger chancenlos

Weit hinter Oskar Freysinger zurück liegt der Walliser Polizeikommandant Christian Varone (FDP). Er hat 32'422 Stimmen erhalten, damit liegt er auf Platz 6.

Lag es an seiner Person? «Nein, sicher nicht», sagt Christian Varone. Er verweist darauf, dass bei den letzten Wahlen sein Parteikollege Claude Roch - dessen Sitz in der Walliser Regierung er jetzt hätte übernehmen sollen - ähnlich viele Stimmen geholt hatte. Das Problem sei, dass die andern Parteien Oskar Freysinger unterstützt hätten. Ob er zum zweiten Wahlgang antritt, liess Varone am Sonntagabend noch offen.

Weit abgeschlagen mit 15'856 ist Christophe Clivaz von den Grünen.