Der erste Freiburger «Giron cantonal»: Ein Fest der Superlative

17 Tage Festbetrieb auf 300'000 Quadratmetern, ein Budget von zwei Millionen Franken, 80'000 erwartete Besucher: Das sind die Eckdaten des ersten kantonalen «Giron» in Farvagny.

Vincent und Patrick Neuhaus vor einem Bild von Jean Tinguely.

Bildlegende: Der junge OK-Präsident und sein Vize: Vincent Neuhaus und Vater Patrick in der «Taverne Jean Tinguely». SRF

Ein «Giron» ist eine Art Jugendfest, welches vor allem in den Kantonen Freiburg und Waadt verbreitet ist. Durch den Tag finden spielerische und sportliche Wettkämpfe statt, am Abend ist Festbetrieb mit Essen, Musik und Tanz.

Alle Jahre treffen sich die Jugendvereine der Gemeinden eines Bezirks, die «Jeunesses», zu einem Bezirksgiron. Nicht so dieses Jahr: Die «Jeunesse» von Farvagny, südlich von Freiburg, stellt erstmals einen kantonalen «Giron» auf die Beine.

Von Jungen, für Junge

Zwei Wochen und drei Wochenenden dauert das kantonale Fest und damit um ein mehrfaches länger als ein Bezirksgiron. «Wer ein Festgelände auf 300'000 Quadratmetern auf die Beine stellt, kann nicht nur ein Wochenende Programm haben. Das ist nicht rentabel», sagt OK-Vizepräsident Patrick Neuhaus.

Präsidiert wird das OK von Patricks Sohn Vincent Neuhaus. Ein erst 23-jähriger organisiert also dieses Jahr das drittgrösste Fest in der Westschweiz (nach Paléo und Montreux Jazz). Für ihn eine Selbstverständlichkeit: «Ein Giron für die Jungen sollte auch von Jungen organisiert werden.»

Umgekehrtes Kegeln und DJ Antoine

Gut 90 Jugendvereine aus dem ganzen Kanton nehmen am «Giron» teil. Sie messen sich in spielerischen Disziplinen wie zum Beispiel dem umgekehrten Rutschbahn-Kegeln: Ein Teilnehmer muss auf einer Riesenrutschbahn Kegel ausweichen. Oder er muss in einer grossen Plastik-Kugel über das Wasser «laufen».

Am Abend stehen dann jeweils Themenabende, Theater oder Konzerte auf dem Programm: Die Freiburger Band Maverick wird ebenso auftreten wie der Schweizer Star-DJ Antoine. «Wir erwarten mindestens 80'000 Besucher in Farvagny», sagt Patrick Neuhaus. So viele braucht es, damit das Budget von rund zwei Millionen Franken gedeckt werden kann.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)

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