Der klassische Kampf Links gegen Rechts

Bei den Ersatzwahlen für die Freiburger Kantonsregierung zeichnet sich ein Zweikampf ab - zwischen dem Kandidaten der Bürgerlichen, Jean-Pierre Siggen von der CVP, und dem Kandidaten der Linken, Jean-François Steiert von der SP.

Jean-François Steiert und Jean-Pierre Siggen.

Bildlegende: Jean-François Steiert (links) oder Jean-Pierre Siggen - wer tritt die Nachfolge von Isabelle Chassot an? Keystone/SRF

Nachdem auch die BDP entschieden hat, keinen Kandidaten für die Nachfolge von Isabelle Chassot (CVP) zu stellen, zeichnet sich ein Zweikampf zwischen Jean-François Steiert und Jean-Pierre Siggen ab. Seine Kandidatur ebenfalls angekündigt hat der Unabhängige Alfons Gratwohl, welcher aber chancenlos sein dürfte.

Auf Papier scheint CVP-Kandidat Siggen Vorteile zu haben: Dank der zugesicherten Unterstützung von SVP und FDP hat er - gemessen an den letzten kantonalen Wahlen 2011 - rund 63 Prozent der Wähler hinter sich.

Die Linke, bestehend aus SP, Grünen und CSP, kommt dagegen nur auf knapp 33 Prozent der Wähleranteile.

Brüchige Allianz?

Dennoch ist Jean-François Steiert leicht zu favorisieren - einerseits aufgrund seines Bekanntheitsgrades als Nationalrat, andererseits auch, weil die Linke in der Vergangenheit mehrmals bewiesen hat, dass sie geschlossen hinter einem Kandidaten stehen kann.

Unklar ist hingegen, wie stark Jean-Pierre Siggen von der bürgerlichen Allianz profitieren kann. Die drei involvierten Parteien machten zuletzt alles andere als einen einheitlichen Eindruck. Ob sich so die Wähler mobilisieren lassen, wird sich am 22. September zeigen.