Der Superstar am Volkslauf

Der Langstreckenläufer Haile Gebrselassie läuft den Grand Prix von Bern. Das bringt Motivation und Prestige.

Auf Visite in Bern: Haile Gebrselassie.

Bildlegende: Auf Visite in Bern: Haile Gebrselassie. Keystone

«Ich weiss aus eigener Erfahrung: Ein Starläufer hat auch einen Einfluss auf die Motivation der Teilnehmer», erklärt OK-Präsident Matthias Aebischer. «Und natürlich ist es auch für das Prestige gut, einen solchen Athleten am GP zu haben.»

Markus Ryffel hat den Superstar nach Bern geholt. Er kennt den Manager des Athiopiers aus seiner aktiven Zeit als Leichtathlet. «Haile Gebrselassie kommt für einen Freundschaftspreis nach Bern», erklärt Ryffel. Das Budget für alle Profiläufer sei jedes Jahr etwa das gleiche: Rund 120'000 Franken. 2013 sei die Spitze dünn, aber sehr prominent besetzt.

Bei den Teilnehmern kommt der Auftritt von Haile Gebrselassie unterschiedlich an: Die einen finden es toll, das der Superstar da ist, andere kennen ihn nicht einmal.

Obwohl der Grand Prix von Bern ein Volkslauf ist, will Haile Gebrselassie gewinnen: «I try to win every race.» Gewonnen hat der 40jährige Äthiopier in seiner langen Karriere schon einiges: Der Langstreckenläufer stellte über 20 Weltrekorde auf und gewann zweimal Olympiagold über 10'000 Meter. 

Die Resultate

Haile Gebrselassie siegte in 46:59. Er lief die 16.1 Kilometer damit über 2 Minuten schneller als der Zweitplatzierte Kenianer Bernard Matheka. Bester Schweizer wurde Adrian Lehmann vom LV Langenthal als 11. 

Bei den Frauen gewann die Kenianerin Cynthia Kosgei in 55:42. Beste Schweizerin wurde Sabine Fischer vom LC Rapperswil-Jona als 4.