Die Berner Laufsportszene boomt

In Biel und Bern fanden über das vergangene Wochenende zwei traditionelle Leichtathletik-Veranstaltungen statt: Die Bieler Lauftage mit dem 100-Kilometer-Lauf und der Schweizer Frauenlauf. Beide Anlässe zeigten: Die Laufveranstaltungen können ihre Teilnehmerzahlen halten oder sogar noch ausbauen.

Ein Mann blickt in die Kamera.

Bildlegende: Der ehemalige Berner Langstreckenläufer Markus Ryffel. Keystone

Wer an einen Volkslauf denkt, dem kommt mit grösster Wahrscheinlichkeit der Grand Prix von Bern in den Sinn: Was 1982 mit rund 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern begann, gipfelt dieses Jahr abermals in einem Rekord: 32'116 Läuferinnen und Läufer meldeten sich für den Lauf durch Berns Gassen an.

Am vergangenen Wochenende zeigten auch die Teilnehmerzahlen am traditionellen 100-Kilometer-Lauf von Biel wieder nach oben - nach einem jahrelangen stetigen Rückgang. Und der Schweizer Frauenlauf vom Sonntag vermeldete knapp 15'000 Läuferinnen am Start - nur rund 100 Läuferinnen weniger, als im Rekordjahr 2013.

«Die Frauen sind in der Laufsportszene auf der Überholspur», erklärt Markus Ryffel den neuerlichen Boom in der Berner Laufsportszene. Ryffel ist ehemaliger Langstreckenläufer und holte sich an den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles die Silbermedaille über 5000 Meter. «Frauen achten besser als die Männer auf ihre Gesundheit und ihr Anteil bei den Laufveranstaltungen wird immer grösser.»

Für Ryffel ist jedoch auch klar, dass sich die Laufveranstaltungen mehr weg vom Spitzensport hin zu einem grossen Event für Breitensportler entwickeln.