Die Bohrmaschine frisst sich zwei Meter pro Tag in den Fels

Für die Berner-Oberland-Bahnen ist der Bau des Buechiwaldtunnels zwischen Zweilütschinen und Grindelwald das wichtigste Projekt seit 15 Jahren. Der 700 Meter lange Tunnel kostet 36 Millionen Franken. Er soll Ende 2015 eröffnet werden.

Seit November laufen die Bohrarbeiten im neuen Buechiwaldtunnel bei Gündlischwand. Nun sind die ersten 30 Meter geschafft. Momentan arbeiten sich die Bohrmaschinen durch lockeres Gestein. Die Tunnelröhre wird fortlaufend mit einem sogenannten Rohrschirm ausgekleidet und mit Armierungseisen und Spritzbeton stabilisiert. So wächst der Tunnel um zwei Meter pro Tag.

Dieser Abschnitt im lockeren Gestein sei sehr anspruchsvoll, sagt Projektleiter Jürg Lauper im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. «Das Material ist sehr inhomogen und wir müssen immer mit Überraschungen wie zum Beispiel grossen Steinblöcken rechnen.»

Ab Januar wird nonstop gebohrt

Gearbeitet wird unter der Woche im Dreischichtenbetrieb rund um die Uhr. Ab dem nächsten Jahr wird auch an den Wochenenden gebohrt. Pro Schicht werden acht Tunnelbauspezialisten eingesetzt. Nach rund 350 Metern endet die Zone mit lockerem Gestein. Danach muss der Rest der Tunnelröhre aus dem Fels gesprengt werden.

Für die Berner-Oberland-Bahnen ist der Bau des Buechiwaldtunnels momentan das grösste Projekt des ganzen Unternehmens. «Für uns ist es ein Jahrhundertbauwerk», sagt Projektleiter Jürg Lauper. Der 700 Meter lange Tunnel ersetzt eine kurvenreiche Strecke mit kurzen Tunneln und einer Galerie. Er soll vor allem die Sicherheit auf der Strecke Zweilütschinen - Grindelwald verbessern. Heute sind die Geleise durch Lawinen oder Hochwasser gefährdet.

Die Eröffnung des Tunnels ist auf Ende 2015 geplant. Anschliessend wird der heutige Schienenstrang entfernt.