Die Regionalkonferenz und ihr Motto: «Zusammen sind wir stärker»

Die Regionalkonferenz Bern-Mittelland, die 95 Gemeinden unter einem Dach vereint, will die regionale Identität stärken und bekannter werden. Nach der ersten Legislaturperiode machen die Verantwortlichen sowohl Meilensteine wie auch Rückschläge aus.

Die Stadt Bern und ihre Umgebung aus der Vogelschau

Bildlegende: In der Regionalkonferenz Bern Mittelland steht die Stadt Bern im Mittelpunkt. Umgeben von 94 weiteren Gemeinden. Keystone

«Es ist uns noch nicht gelungen, in vier Jahren eine regionale Identität herzustellen, wie sie sein sollte», sagte Dominique Folletête, Präsident der Geschäftsleitung der Regionalkonferenz Bern-Mittelland (RKBM), am Freitag vor den Medien.

Die 95 Gemeinden - wegen Fusionen werden es bald noch 85 sein - arbeiten seit Anfang 2010 eng zusammen. Als Präsident der Regionalversammlung leitete Beat Giauque bisher zwölf Versammlungen. Er habe dabei gespürt, dass alle in die gleiche Richtung wollten, sagte der Gemeindepräsident von Ittigen. Allerdings sehe der Weg zum Ziel nicht für alle gleich aus.

Unterschiedliche Interessen und Probleme

Geschäftsleitungspräsident Folletête erklärte, bei der Regionalkonferenz gehe es darum, regional zu denken und sich nicht auf lokale Interessen zu fixieren. Die Zusammenarbeit sei eine Herausforderung, zumal die Probleme in Bern oder Ittigen nicht die gleichen seien wie in Grosshöchstetten oder in Kleinstgemeinden wie Clavaleyres.

Zu den bisherigen Erfolgen zählen Verantwortlichen das Regionale Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept Bern-Mittelland, die im Sommer lancierte Kampagne «Boden gutmachen» oder die Unterzeichnung der Leistungsverträge 2012-2015 mit den grossen Kulturinstitutionen.

Zusammenarbeit ist auch in Wirtschaftsfragen erwünscht. Die Stossrichtung hier: Statt sich zu konkurrenzieren, sollen sich die Gemeinden der Region verbünden.

Als Wermutstropfen bezeichneten die Vertreter der Regionalkonferenz das Scheitern der Konferenz Soziales. Diese hätte sich für gemeinsame Aufgabenstellungen in der Sozialpolitik engagiert. Die dazu nötige Solidarität stehe bei einigen Gemeinden derzeit nicht im Vordergrund, hiess es.