Marlies Kornfeld Ein Leben für die Kunst und für bedürftige Kinder

Die Berner Mäzenin Marlies Kornfeld ist eine leidenschaftliche Kunstsammlerin. Ihr Herz schlägt aber auch für junge Künstlerinnen und Künstler und für ihre Schule in Nepal, die 200 bedürftigen Kindern eine Zukunft ermöglicht.

Das Haus von Marlies Kornfeld ist voller Kunst. Jede Wand ist mit Bildern behängt, mehrere Skulpturen schmücken den Raum. Das Haus habe halt viele Fenster, sagt die 76-jährige Kunstsammlerin im Gespräch mit dem Regionaljournal. «Hätte es mehr Wände, wären auch die vollgehängt mit Bildern.» Sie umgebe sich gern mit Kunst – vor allem mit zeitgenössischer Kunst.

Klingende Namen: Koerfer...

Marlies Kornfeld ist die Tochter des bekannten deutschen Kunstsammlers Jacques Koerfer. Aufgewachsen im stattlichen Rothaus in Bolligen, war die Kunst in ihrem Leben von Anfang an präsent. «Wir hatten viel Besuch», erinnert sich Marlies Kornfeld. Künstler, Kunstsammler, -händler und -experten gaben sich die Klinke in die Hand. «Da wurde stundenlang über ein Bild doziert». Und sie habe einfach geschaut. «Das war wie ein Märchen für mich.»

...und Kornfeld

1969 wurde Marlies Kornfeld die Frau des bekannten Galeristen Eberhard Kornfeld. Sie tauchte in der Folge noch tiefer in die Welt der Kunst ein und begegnete vielen Persönlichkeiten. Nach der Trennung von ihrem Mann, begann sie Ende der 1980er-Jahre selber Kunst zu sammeln. Über 450 Werke kamen so in ihren Besitz.

Bright Horizon Children's Home

Reisen nach Indien, Tibet und Nepal waren der Auslöser für ihr soziales Engagement. Zusammen mit Freunden hat sie ein Heim und eine Schule für 200 Kinder gegründet. Auf die Frage einer englischen Journalistin, warum sie dies tue, habe es eine einfache Antwort gegeben: «Something had to be done.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)