Ein uraltes Dorf zeigt sein Wissen

Vor mehr als 25 Jahren haben Archäologen bei Grabungen für die Autobahn bei Brig Spuren einer alten Siedlung gefunden. Funde von grosser Bedeutung, wie sich jetzt zeigt.

Archäologen sind im Boden am suchen.

Bildlegende: Die archäologischen Grabungen in Gamsen im Juni 1999 - mittlerweile ist die Fundstelle unter der Autobahn verschwunden. Keystone

Forschungen hätten gezeigt, dass die Funde von grosser Bedeutung seien, sagte der Walliser Kantonsarchäologe François Wiblé bei der Präsentation der Ergebnisse in Brig: «Diese Ausgrabungen sind einzigartig in der Alpenregion. Die Siedlung Gamsen wird damit zum Nachschlagewerk für die Eisen- und Römerzeit in den Alpen.»

In Brig wurde die ersten zwei von insgesamt sechs geplanten Publikationen über diese Fundstelle präsentiert. Die erste zeigt die Siedlungsgeschichte des Dorfes Waldmatte, die bis ins 7. Jahrhundert vor Christus zurück geht.

Die zweite Publikation zeigt die geologische Entwicklung dieses Gebiets, das immer wieder von Felsstürzen, Murgängen und Überschwemmungen zerstört wurde.

Die Fundstelle selber – das Dorf Waldmatten – kann heute allerdings nicht mehr besichtigt werden. Es ist unter der Autobahn A9 verschwunden. Der Bau der Nationalstrasse, der dieses Dorf jetzt zerstört hat, ist aber auch der Grund dafür, dass man es überhaupt erst entdeckt hat.