Einsprache: Stadtnomaden sollen nicht bleiben

Die Berner Stadtnomaden dürfen für drei weitere Monate auf dem Schermenareal bleiben. Gegen diesen Entscheid haben
der Bund der Steuerzahler Kanton Bern und die Vereinigung BernAktiv beim Regierungsstatthalter Einsprache erhoben.

Mehrere Wohnwagen stehen auf einer Grasfläche neben einer Autobahnbrücke und Überbauungen

Bildlegende: Daheim auf dem Schermenareal: Einsprache gegen Stadtnomaden Keystone

Die Verlängerung der Standortbewilligung für die Stadtnomaden verstosse klar gegen geltendes Gesetz, schreibt der Präsident der beiden Vereinigungen, SVP-Grossrat Thomas Fuchs, in der Einsprache. Fahrnisbauten dürften demnach maximal drei Monate am selben Standort verbleiben. Die Vereinigungen ersuchen den Regierungsstatthalter, bei der Gemeinde Bern vorstellig zu werden und die Verlängerung der Standortbewilligung formell aufzuheben.

Seit Mitte Mai halten sich die Stadtnomaden auf dem Schermenareal auf, das der Burgergemeinde gehört. Die alternative Wohnsiedlung mit ihren 60 Wohnwagen, 10 Traktoren und 24 Hunden zieht eigentlich alle drei Monate weiter. Vorgesehen war deshalb, dass die Stadtnomaden Anfang August auf ein Areal oberhalb der Siedlung Eymatt ziehen. Doch da waren sie unerwünscht.

Abstimmung über Zonen für Wohnexperimente

Am 22. September entscheidet das Stadtberner Stimmvolk über den Zonenplan Riedbach. Der Berner Gemeinderat hat am Donnerstag mitgeteilt, dass die Abstimmung über diese Vorlage an diesem Tag stattfindet. Die Stadt Bern will im Riedbach eine dauerhafte Zone für Wohnexperimente schaffen.