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Bern Freiburg Wallis Einzelne Straftäter kosten Bern bis zu 1900 Franken pro Tag

Der Kanton Bern bezahlt für einzelne Straftäter in einer psychiatrisch-forensischen Klinik bis zu 1900 Franken pro Tag. Das ist fast doppelt so viel, wie das Sondersetting im «Fall Carlos» gekostet hat. Zum Vergleich: Ein Tag in der Strafanstalt Thorberg schlägt mit 200 bis 400 Franken zu Buche.

Im Kanton Bern sind laut dem kantonalen Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser jugendliche Straftäter «in keinem Fall in Settings anzutreffen, wie sie im Fall Carlos publik geworden sind».

Das sagte Käser am Dienstag in der Fragestunde des Grossen Rats. Laut Käser steigen die Kosten für die Inhaftierung und Betreuung von Straftätern aber immer mehr an, weil die Gerichte immer mehr stationäre Massnahmen verhängten. Der «teuerste Fall» ist eine Person, welche den Kanton Bern pro Monat 58'249 Franken kostet. Dann gibt es zwei Personen, deren Inhaftierung und Betreuung je 50'000 Franken ausmachen. Diese drei befinden sich im Rahmen einer stationären Massnahme in einer psychiatrisch-forensischen Klinik im Kanton Zürich.

1900 Franken - da fragen sich viele, ist das nötig? «Ich habe nicht den Eindruck, dass sich Gerichte bei ihren Urteilen darüber Gedanken machen, wie hoch die Folgekosten für die Steuerzahler sind», sagt der bernische Polizeidirektor Hans-Jürg Käser gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Der Kanton müsse die vom Gericht verfügten Massnahmen umsetzen und für die Verurteilten Plätze in einer psychiatrisch-forensischen Klinik finden. «Diese Plätze sind beschränkt, die Unterbringung im Hochsicherheitstrakt und die entsprechende Therapie teuer.»

Legende: Video Therapien für Straftäter sind extrem teuer abspielen. Laufzeit 3:19 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 26.03.2014.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von R.KLaus, Gümligen
    Wie gesagt für anständige Menschen die regelmässig ARBEITEN bekommen nicht mal Fr. 4'000.00????????????und die Menschen die über 40 Jahre gearbeitet haben bekommen nicht einmal Fr. 2'500.00 im Monat????? Politiker die solche Gelder sprechen sollten entlassen werden können.
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Hier muss dringend alles geändert werden. Das kann nur eine starke Frau oder ein starker Mann. Wir müssen mal auf die Parteilosen zurückgreifen. Wenn jemand stark und unabhängig sein will, wird er bestimmt Parteiloser. Nur so kann er seinen Willen durchsetzen, in einer Partei wird er sofort kaputt gemacht. Siehe "Herr Minder" er ist einer der besten Politiker in diesem Land.
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    1. Antwort von Hans König, Häusernmoos
      Werte Frau Roe: Auch ein/e Parteilose/r kann gegen diesen Filz nicht durchgreifen. Die Verantwortlichen für solche Skandale sind vorab Leute aus allen Parteien, welche im Leben noch nie gearbeitet haben und somit keine Führungspersonen sind. Die Schuldigen kommen auch aus der Verwaltung, die links-grünen Lehrpersonen an den Uni's und unter den Juristen sind diese zu finden. Da kann nur eine starke bürgerliche Partei Abhilfe (Opposition) schaffen, daher ist das gezielte Wählen sehr wichtig.
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  • Kommentar von Bernhard Hiltbrand, Studen
    Ich verstehe die Entrüstung, die sich in den ersten Kommentaren und in Volkes Seele bemerkbar machen. Ich bin selber entrüstet ob der sozialen Behandlungsindustrie, die Blüten treibt, die nicht mehr duften, sondern ganz arg stinken. Am Wochenende sind im Kanton Bern Wahlen. Ich erinnere daran, dass nicht der arg gebeutelte Polizeidirektor Käser verantwortlich ist für den Sozial- und Akademisierungswahn, den ihm die Linke nun über Jahre eingebrockt hat.
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