Erika und die Strassenwischer von Bern

Jeder Mitarbeiter der Berner Strassenreinigung macht sein Arbeitsgerät selber. Der Besen muss passen. Man verbringt viel Zeit damit. So stellt die Crew aus den Zweigen der Besenheide Wischwerkzeug nach Mass her.

Markus Stucki bindet mit Schichtleiter Martial Roncaglioni (im Hintergrund) Besen

Bildlegende: Markus Stucki bindet mit Schichtleiter Martial Roncaglioni (im Hintergrund) Besen. Michael Sahli/SRF

Aus den Ästen des Besenheide genannten Strauchs binden Berner Strassenwischer ihre Arbeitsgeräte. Die Besenheide wird auch Heidestrauch oder Erika genannt. Und weil die Wischer von Bern tagein, tagaus mit Besen unterwegs sind, gefällt ihnen der Name «Erika» am besten. Schichtleiter Martial Roncaglioni sagt, der Besen sei während der Arbeit so etwas wie die zweite Frau: «Der Besen immer dabei.»

Jede «Erika» hat in den Räumen der Strassenreinigung ihren Platz. Jeder Mitarbeiter hat seine eigene. Martial Roncaglioni und sein Mitarbeiter Markus Stucki machen sich - wie alle Mitarbeiter der Berner Strassenreinigung - ihr Arbeitsgerät selber. Allzu dickes Geäst fällt weg.

Die dünnen, feineren Zweiglein eignen sich besser. Die Drähte um den Busch werden neu gesetzt und fest angezogen, bevor - spätestens nach zwei, drei Arbeitstagen - ein neuer Besen gebunden werden muss.

(Regional Diagonal, SRF 1, 12:03 Uhr)