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Erneut rote Zahlen Die drei Baustellen des Freiburger Spitals

Die Spitalgruppe hat ein Finanz-, Führungs- und Imageproblem. Nicht alles ist hausgemacht.

Philippe Menoud, dahinter Fragezeichen.
Legende: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Verwaltungsratspräsident Philippe Menoud an einer Medienkonferenz am Mittwoch. Keystone

Baustelle Finanzen: Das Freiburger Spital schreibt Jahr für Jahr rote Zahlen – 2017 resultierte ein Verlust von 14,6 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat will nun Gegensteuer geben: Am Standort Riaz wird nachts nicht mehr operiert, das Rechnungswesen soll effizienter werden oder die Aufenthaltsdauer bei stationären Patienten verringert. Keinen Einfluss hat das Spital jedoch auf den grössten Budgetposten: die Löhne seiner rund 3500 Angestellten. Diese sind dem Gesetz über das Staatspersonal unterstellt und die Politik machte bisland keine Anstalten, dies zu ändern.

Baustelle Führung: In der Chefetage herrscht seit einem Jahr ein munteres Kommen und Gehen. Der Personalchef und der Medizinische Leiter haben 2017 gekündigt, nach einer externen Untersuchung musste Generaldirektorin Claudia Käch gehen (Vorwurf: «Führungsmängel»), die Finanzchefin nahm freiwillig den Hut. Nur die Stelle des Personalchefs ist bis dato wieder besetzt.

Baustelle Image: Das Freiburger Spital hat ein Imageproblem. Ein Viertel der Freiburgerinnen und Freiburg lassen sich lieber ausserkantonal behandeln, bei den Deutschfreiburgern ist es sogar die Hälfte. Zum einen wegen der Sprachenfrage; viele Deutschsprachige fühlen sich am Kantonsspital nicht verstanden. Zum andern aber auch wegen der Infrastruktur: Nicht alle Standorte des Freiburger Spitals entsprechen heutigen Standards, vor allem was die Patientenzimmer betrifft.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Charles Grossrieder (View)
    Ich denke, so lange die Politik mitmischt wird es kaum schnelle Verbesserungen geben. Denke da will sich niemand seine Finger verbrennen. Ist ganz privatisieren in CH kein Thema fuer kantonale Spitaeler, z.B. mit Staatsbeteiligung aber reduziertes Einspracherecht?
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