Prävention von Tabakprodukten «Es drängen immer mehr Firmen auf den Markt»

Das Blaue Kreuz lanciert neues Präventionsmaterial für Schulen. Dabei geht es auch um den Trend bei Tabakprodukten.

E-Zigaretten in einem Ständer auf einem Tisch

Bildlegende: E-Zigaretten (Bild) werden leicht mit Tabakerhitzungsgeräten verwechselt. Keystone

Im Kanton Bern konsumiert jeder zehnte Jugendliche mindestens einmal in der Woche Tabak. Und fast ebenso viele Jugendliche kiffen einmal im Monat. Das zeigt die aktuellste Studie zu diesem Thema.

Das Blaue Kreuz des Kantons Bern führt jährlich rund 120 Workshops in Schulen durch. Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr bei neuen Tabakprodukten. «Es drängen immer mehr Firmen auf den Markt», sagt Markus Wildermuth, Leiter der Informationsstelle des Blauen Kreuzes Bern.

Tabak nur erhitzen

Einerseits gibt es E-Zigaretten, die keinen Tabak verbrennen und mit sogenannten «liquids» funktionieren. Neuerdings gibt aber auch Geräte, die mit Tabak funktionieren, diesen aber nicht verbrennen, sondern bloss erhitzen.

Die Gefahr bestehe darin, dass diese beiden Gerätetypen leicht verwechselt werden, so Wildermuth. E-Zigaretten seien für Personen gedacht, die mit Rauchen aufhören wollen und sind für diese relativ unbedenklich. «Bei Tabakerhitzungsgeräten ist das Suchtpotenzial hingegen nach wie vor gross», so Wildermuth.

Ein Vorteil dabei: Die Tabakerhitzungsgeräte sind deutlich teurer als E-Zigaretten – und deshalb bei Jugendlichen wohl auch nicht so beliebt.