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Umstrittenes Zeitungsinserat Fahrender reicht Anzeige gegen Berufsverbände und Zeitungen ein

Legende: Video Strafanzeige wegen Inserat gegen Fahrende abspielen. Laufzeit 2:48 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 06.09.2017.
  • Ein umstrittenes Zeitungsinserat von Freiburger Berufsverbänden wird ein Fall für die Justiz.
  • Im Inserat wurde die Bevölkerung vor «Fahrenden» gewarnt, die Handwerksdienste anbieten.
  • Nun hat ein Betroffener Strafanzeige wegen Verletzung der Rassismusstrafnorm eingereicht.
Zeitungsseiten
Legende: Der Fahrende geht gegen Freiburger Zeitungen vor. SRF/Thomas Pressmann

Unterstützt wird die Klage von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die das Inserat als Ausdruck eines zunehmenden Antiziganismus in der Schweiz interpretiert, wie die GfbV am Mittwoch mitteilte. Die Freiburger Staatsanwaltschaft hat gegenüber SRF News den Eingang der Anzeige bestätigt. Die Strafanzeige richtet sich sowohl an die Verfasser des Inserates wie gegen zwei Freiburger Tageszeitungen, die es abdruckten.

Das unter dem Titel «Warnung an die Bevölkerung» präsentierte Inserat von vier Verbänden der Freiburger Maler-, Gipser-, Plattenleger- und Holzbranche war Mitte Juni in den «Freiburger Nachrichten» sowie in der «La Liberté» erschienen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Grossrieder (View)
    So lange jemand einen gueltigen Fachausweis (Berufsausweis) vorführen kann, sehe ich kein Problem, egal von welcher Bevoelkerungsfamilie er stammt. Leute ohne Fachausweis sollten allgemein hin keine Erlaubniss erhalten berufsbedingte Arbeiten durch zu fuehren. Mit Ausnahme von Hilfsarbeiter eventuell und Lehrlingen. Selbsthilfe (do it yourself) ist jedem selber überlassen.
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Nun, DAS hat wohl seine Begruendung... das Inserat meine ich... aus den Finger saugt man das nicht... und natuerlich ist nicht jeder "Fecker" ein Fecker....(alter Ausruck fuer Fahrende..) und dazumal sicher begruendet.. und das Denken hat sich seither nicht geaendert.. die Fahrenden.. nun das wuesste die Polizei besser.
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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Dass Berufsverbände so ein Inserat lancieren, ist unglaublich. Hoffe die müssen zahlen.
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    1. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      So ganz abwegig sind die Argumente der Berufsverbände aber nicht, Frau Esslinger. Z.B. bei Malerarbeiten fallen umweltgefährdende Stoffe an, welche korrekt entsorgt werden müssen. Bei registrierten Betrieben darf man davon ausgehen dass das auch geschieht. Bei Gelegenheitsarbeitern landen die möglicherweise im nächsten Bach, fatal für die Umwelt.
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