Freiburg hat jugendliche Raucher im Visier

Jeder vierte Freiburger raucht. Damit liegt der Kanton zwar knapp unter dem schweizerischen Durchschnitt, aber: Trotz einer kantonalen Kampagne sind die Zahlen nicht zurückgegangen. Eine neue Kampagne ist lanciert.

Vor allem Jugendliche, die rauchen, machen dem Kanton Sorgen. Die Zahl der Raucher zwischen 14 und 24 Jahren ist seit 2009 zwar konstant geblieben, jedoch hat die Zahl der gerauchten Zigaretten pro Tag deutlich zugenommen. «Diese Zahl müssen wir im Auge behalten», sagt Fabienne Hebeisen-Dumas, Leiterin der Freiburger Fachstelle für Tabakprävention. «Wir wissen, dass 85 Prozent der Raucher vor ihrem 21. Lebensjahr angefangen haben, deshalb müssen wir den Einstieg verhindern.»

Verbot von Tabakwerbung?

Das zweite kantonale Aktionsprogramm soll entsprechend den Tabakkonsum bei Jugendlichen eindämmen - und zwar um 20 Prozent bis 2017. Geplant sind Massnahmen auf allen Stufen: Zum Beispiel Rauchfrei-Aktionen und Infokampagnen in Schulen, Sportvereinen oder Unternehmen und Beratung von Rauchern, die aufhören möchten.

Aber auch auf Gesetzesebene will der Kanton aktiv werden: Eine Arbeitsgruppe prüft ein Verbot von Tabakwerbung im Kanton, auch ein generelles Rauchverbot rund um Schulen steht zur Debatte. Dieses zweite kantonale Aktionsprogramm gegen Rauchen ist mit insgesamt rund 1,8 Millionen Franken veranschlagt.