Freiburger entwickelt clevere Ställe für die Biopouletmast

Biohühner geben viel Arbeit. Auch deshalb, weil der Stall immer auf eine neue Weide gestellt werden muss. Laurent Godel aus Domdidier im Freiburger Broyebezirk hat nun einen autonomen Stall entwickelt. Das erleichtert ihm die Arbeit. Der Freiburger ist für den Agropreis 2015 nominiert.

Biohühner sind wahrscheinlich glückliche Hühner. Statt zu Zehntausenden sind nur 500 Tiere pro Stall. Sie werden älter als ihre Artgenossen, 80 statt nur rund 40 Tage. Und sie atmen frische Luft. Biohühner dürfen auf die Weide. So sind die Vorschriften für die Biopoulet-Aufzucht.

Das alles ist für den Bauer allerdings beträchtlicher Mehraufwand. Für jede Mast muss er eine neue Weide bereitstellen. Das heisst, der Stall muss verschoben werden. Nun hat Biomäster Laurent Godel aus Domdidier im Freiburger Broyebezirk ein einfacheres System ausgeklügelt.

Der Stall bleibt, die Weide wechselt

Fixe Ställe mit 1000 Quadratmetern Weide. «Vom Fixstall kann ich die Hühner auf drei unterschiedliche Weideplätze rauslassen.» Der 48Jährige erspart sich so das mühsame Verschieben des Stalles.

Die neuen Ställe haben noch mehr Vorteile. Sie haben eine automatische Fütterung, die mit Sonnenenergie funktioniert. «Die Essgefässe werden automatisch gesteuert.» Bei über 200 Tonnen Mais, welche die Hühner jährlich fressen, ist das ein grosse Erleichterung.

Der gelernte Sportlehrer, der den Mastbetrieb von seinem Vater übernommen hat, sieht aber auch Nachteile bei den Fixställen. «Ich kann das Weideland nicht für das Anpflanzen von Mais benutzen.»

Er möchte deshalb auch die flexiblen Ställe noch verbessern. Seiner Innovationskraft verdankt Laurent Godel, dass er für den Agropreis 2015 nominiert ist. Dem Gewinner winken 20'000 Franken Siegerprämie.