Freiburger kämpfen für ihre Druckerei

Nach der Politik wird auch die Bevölkerung aktiv: 11'500 Personen haben eine Petition unterschrieben für den Erhalt der Paulusdruckerei in Freiburg. Am Freitag nahmen rund 300 Personen an einem Protestmarsch teil.

Foto der Demonstration.

Bildlegende: Eine Petition und ein Protestmarsch gegen die Schliessung der Paulusdruckerei. SRF

Ende 2014 muss die Paulusdruckerei in Freiburg den Zeitungsdruck einstellen, 50 Stellen sind betroffen.

Der Auslöser: Der Entscheid der «Freiburger Nachrichten», ab 2015 in Bern zu drucken, um Druckkosten zu sparen. Doch in Freiburg hofft man noch, die Druckerei retten zu können.

Bereits sind Politiker aktiv geworden, die Geld vom Kanton fordern, um die Paulusdruckerei zu retten. Auch die Bevölkerung wurde aktiv: Am Freitag wurde eine Petition mit 11'500 Unterschriften eingereicht und rund 300 Personen gingen am Freitag für die Paulusdruckerei auf die Strasse.

«Nichts falsch gemacht»

Die Paulusdruckerei ist kein Einzelfall, in der ganzen Schweiz haben kleinere Druckereien Mühe, zu überleben. «Das Problem sind die sinkenden Auflagen. Eine Druckerei, die nur noch 30'000-40'000 Zeitungen pro Nacht druckt, kann nicht rentieren» sagt Branchenkenner und -berater Peter Karlen.

«Die Paulusdruckerei hat nichts falsch gemacht. Die Situation in der Branche ist einfach extrem angespannt.»