Freiburger Oper geht an Grenzen

Die Junge Freiburger Truppe «Opéra Louise» will die Oper modernisieren. Ihr neustes Projekt «Teenage bodies» verbindet auf der Bühne Barockmusik mit dem Alltag in einem Klassenzimmer

In der Passionsmusik «Membra Jesu Nostri» des Barockkomponisten Dietrich Buxtehudes geht es um das Leiden Jesu am Kreuz. «Opéra Louise» nimmt diese lateinischen Texte und spinnt darum eine neue Geschichte.

Musikalische Grenzen überschreiten

Jugendliche loten in einem Klassenzimmer ihre eigenen körperlichen Grenzen aus. «Jede Kantate besingt ein Körperteil», erklärt der musikalische Leiter Jérôme Kuhn. Im Kontrast zu den jungen Körpern steht der alte Lehrer. Auch er kommt an seine Grenzen mit dem jugendlichen Übermut seiner Schüler.

«Vor vier Jahren wurde «Opéra Louise» gegründet. Mit dem Ziel, den klassischen Rahmen der Oper zu sprengen. Die Truppe führte eine Oper im alternativen Freiburger Musiklokal «Fri-Son» auf. Man wolle unkonventionelle Oper auf die Bühne bringen, sagt Mitbegründer Julien Chavaz. «Wir wollen den Zuschauern einen neuen Zugang zur Oper ermöglichen.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 07:32 Uhr/17:30 Uhr)