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Frostschäden 2017 Weitere Millionen für Walliser Wein- und Obstbauern

7,5 Millionen Franken gibt es aus zwei Fonds. Der Verlust bei Wein und Obst lag allerdings bei rund 70 Millionen.

50 Millionen Franken haben die Walliser Rebbauern wegen des Frosts vom letzten Frühling verloren, 20 Millionen Franken die Obstproduzenten.

Erfrorener Rebentrieb
Legende: Wegen des Frühlingsfrosts wurden 2017 30 Prozent weniger Trauben geerntet als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Keystone

Drei Millionen Franken erhalten rund 100 Betroffene vom Schweizerischen «Fonds für Hilfe bei nicht versicherbaren Elementarschäden». Allerdings nur, wenn mindestens 50 Prozent ihrer Ernte ausfiel.

Dazu hat die Walliser Regierung 4,5 Millionen aus dem Fonds der Loterie Romande gesprochen, wie sie mitteilt. Damit können gegen 160 Produzenten entschädigt werden, die mindestens 30 Prozent der Ernte verloren haben.

Bereits im Frühling 2017 hat der Kanton kurzfristig 50 Betrieben mit total rund 5 Millionen Franken unter die Arme gegriffen.

Mit Eis den Frost bekämpfen

Im September hat das Kantonsparlament einen Rahmenkredit von 35,2 Millionen Franken verabschiedet – zugunsten von Frostbekämpfungsmassnahmen für den Zeitraum von 2018 bis 2023. Besonders effizient sei zum Beispiel, die Reben mit einer dünnen Eisschicht zu besprühen, sagt Willy Giroud, Präsident der Walliser Landwirtschaftskammer: «Wir sind daran, dieses System im ganzen Rhonetal zu verbessern, mit neuen, effizienteren Einrichtungen.»

Eiszapfen an Reben und Drähten
Legende: Ein Versuch, Reben vor Frost zu schützen: Sie durch Besprühen mit einer dünnen Eisschicht umgeben. (April 2017 in Saxon) Keystone

Derzeit werden mehr als zwanzig Einzel- und Gemeinschaftsprojekte bei der Walliser Dienststelle für Landwirtschaft geprüft. Damit die Landwirtschaft besser gewappnet ist, strebt der Kanton Wallis längerfristige Massnahmen an:

  • eine bessere Verbreitung von Frostwarnsystemen
  • die Förderung von Frostversicherungen

Der Kanton arbeitet dazu mit der Walliser Landwirtschaftskammer und den landwirtschaftlichen Branchenverbänden zusammen.

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