Frühe Förderung der Berner Kinder lohnt sich

Kinder schon vor dem Kindergarten unterstützen - das lohnt sich, heisst es in der Stadt Bern. Darum will sie nun das bisherige Pilotprojekt «Primano» definitiv einführen.

Frauen und Kinder an einem Anlass im Rahmen des Berner Förderprogramms «primano».

Bildlegende: Die Frühförderung von Kindern beginnt bei den Eltern: Sie bekommen Unterstützung bei der Erziehung. Jörg André/SRF

Seit 2007 gibt es in der Stadt Bern das Pilotprojekt «Primano». Es will

  • Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken
  • für Kinder in den ersten Lebensjahren möglichst gute Bedingungen schaffen.

Das Projekt vernetzt die Akteure im Frühförderbereich in den Quartieren, es organisiert Hausbesuche und Fördermodule für Kindertagesstätten und Spielgruppen. Zudem werden Familien mit tiefen Einkommen finanziell unterstützt, so dass sie sich einen Platz in einer Spielgruppe leisten können.

Gut für Sprache und Gesundheit

Die Wirksamkeit dieser Frühförderung zeige sich vor allem beim Übergang in die Primarschule, schreibt die Stadtberner Bildungsdirektion. Zwei Punkte seien bei unterstützten Kindern besser:

  • die Sprachkompetenz
  • das gesunde Körpergewicht

Der Berner Gemeinderat will das Programm «Primano» ab 2017 in der ganzen Stadt als Regelangebot einführen. Über die Finanzierung wird das Stadtparlament entscheiden. Es geht dabei um rund 300'000 Franken, die zusätzlich genehmigt werden müssten. Gemeinderätin Franziska Teuscher ist überzeugt, dass Frühförderung wichtig ist für die Stadt Bern. «Das gehört zu den Aufgaben einer Gemeinde.» Deshalb wolle sie dem Stadtrat auch zusätzliche Mittel beantragen und keine anderen Leistungen abbauen.