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Bern Freiburg Wallis Happige Vorwürfe an den Bieler Sozialdirektor Beat Feurer

«Gravierende Führungsmängel auf Stufe der Direktionsleitung» - das hat eine externe Untersuchung ans Licht gebracht. In der Folge rollen Köpfe. Und beim zuständigen Gemeinderat Beat Feurer werden künftig zwei Kollegen mitreden.

Beat Feurer und Erich Fehr an der Medienkonferenz in Biel
Legende: Bis auf Weiteres wird Biels Stadtpräsident Erich Fehr (r.) in der Sozial-Direktion von Beat Feurer (l.) mitbestimmen. SRF

Das externe Gutachten über die Bieler Direktion Soziales und Sicherheit (DSS) sagt, Drohungen gegen Mitarbeitende habe es nicht gegeben. Aber:

«Gravierende Führungsmängel, welche in der Summe zu erheblichem Vertrauensverlust, Verunsicherung und Misstrauen in der DSS geführt haben.»

Weiter sei die Auftragserteilung von der politischen auf die Verwaltungsebene oft unklar. Beat Feurer habe seine Kaderleute teilweise gar nicht oder nur ungenügend über die Entscheide des Gemeinderates informiert.

Zudem fehle es an strategischen Vorgaben und Zielen, sagten Mitarbeitende im Lauf der Untersuchung: «Uns fehlt der Pilot im Cockpit.»

Die Administrativuntersuchung kommt weiter zum Schluss, dass sich Beat Feurer teilweise stark in die operativen Abläufe der Sozialdirektion eingemischt zu haben scheint. Er sei unangemeldet in Sitzungen erschienen und habe Mitarbeitende unter dem Siegel der Verschwiegenheit ausgefragt.

Die Untersuchung hat konkrete Folgen:

  • Beat Feurer muss alle strategischen Fragen und Gemeinderatsgeschäfte bis auf Weiteres mit Stadtpräsident Erich Fehr und der Vize-Präsidentin des Gemeinderats Silvia Steidle besprechen.
  • Die Leiterin der Abteilung Soziales und der Direktionssekretär scheiden per sofort aus ihren Funktionen aus. Über die Modalitäten dieser Abgänge wurde Stillschweigen vereinbart.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Gabriele Weiss, Biel
    Anstelle holokratischen Komplexität und vernetztem Denken ,werden klassische Führunsgfehler begangen ,die einem linearen Führungsdenken ensprechen, dass TOT ist. Gerüchteküchen und Parteigeplänkle , operative Hektik oder totale Ueberwachung Kontrolle ,Rationale projektive Repetition ,die zu Stillstand , Chaos und Boomerang der Thematik führen.Heutige Führung ohne vernetztes quantephysikalischen Handeln ist zum scheitern verurteilt und dies weltweit.Der hiesige Fall nur ein Beispiel.
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  • Kommentar von anna huber, bern
    Wer hier in Biel wohnt, hat den Braten schon lange gerochen, wie heisst es so schön, der Fisch stinkt immer beim Kopf!!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Als ein SVP'ler im Bieler Gemeinderat seine Arbeit aufnahm, musste er nicht lange warten, mit dauernder Kritik der linken Mehrheit eingedeckt zu werden! Dass er das (besonders für die Sozialhilfehochburg Biel) Sozialwesen besetzen musste, war "Programm" (Absicht)! Beat Feurer wollte nicht anecken, getraute sich nicht hart durchzugreifen und blieb ein "Gutmensch" unter der links/grünen Regierungsmehrheit! Jetzt beginnt trotzdem eine richtige, mediale "Schlacht" gegen den SVP'ler. Das ist Biel!!
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    1. Antwort von Hp. Kessler, Nidau
      Nana Herr Bolliger, mir kommen die Tränen. Die SVP hat sich ja um diesen Posten gerissen, um mit dem Flammenschwert aufzuräumen. Jetzt sind wieder die bösen Linken dahinter und zwei Kaderleute müssen über die Klinge springen. Seien Sie doch etwas ehrlich, bevor Sie ihre Ergüsse im Schweizerland verbreiten.
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