Hoffnungsschimmer für Fotopapierhersteller Ilford

Der Fotopapierhersteller Ilford ist bankrott: Jetzt gibt es aber für die 220 Mitarbeiter neue Hoffnung. Das Management kauft die Firma, aber die Liquiditätsprobleme bleiben. Beim Rettungsversuch könnte auch der Kanton eine zentrale Rolle spielen. Dieser zeigt Interesse am Industrieland von Ilford.

Schriftzeichen von Ilford auf Fabrikgebäude

Bildlegende: Für Ilford gibt es neue Hoffnung - vielleicht. SRF

Kommt es doch noch zu einem glücklichen Ende beim freiburgischen Fotopapierhersteller Ilford? Zwei Mitglieder des Managements kaufen das bankrotte Unternehmen auf, um Zeit zu gewinnen. Die Liquididätsprobleme bleiben aber bestehen. Der Verkauf gibt Ilford Zeit und mehr Spielraum für neue Lösungen. Eine Variante ist, Teile des grossen Grundstücks zu verkaufen, um so an neues Geld zu gelangen.

Regierung überlegt Landkauf

Möglich ist, dass der Staat beim Landkauf Hand bietet. Wie der freiburgische Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» bestätigt, überlegt sich die Regierung einen Landkauf.

«Die Angestellten wurden heute über diesen Schritt informiert», sagte
Unia-Regionalsekretär Armand Jaquier. Verantwortliche des Betriebs
waren bis Donnerstagnachmittag für einen Kommentar nicht
erreichbar.

Entscheid über Konkurs im August

Erst Ende Juli war kommuniziert worden, dass Ilford Imaging
keinen neuen Geldgeber gefunden habe und damit bankrott sei. Die
220 Angestellten waren damals am Firmenstandort in Marly über
die Situation in Kenntnis gesetzt worden.

Das Zivilgericht entscheidet bis spätestens am 19. August, ob
über die einstige Ciba-Tochter offiziell der Konkurs verhängt wird. Dann ist auch klar, ob dieser neuste Rettungsversuch der Firmenspitze dem Unternehmen Zeit verschafft.