«I höre denn, wenn i nümm länge»

Heinz Däpp ist nicht mehr Radiosatiriker. Aber zur Ruhe gesetzt hat er sich keineswegs. Er will neue Bühnenprogramme schreiben, so lange ihn die Leute sehen mögen.

Der ehemalige Radiomann Heinz Däpp hat eben sein drittes abendfüllendes Programm geschrieben. «Scho wider Geburtstag» heisst das Stück, in dem Däpp versucht, der Vergänglichkeit satirisch zu begegnen.

Die liebgewonnenen Figuren aus seiner Radiosatire haben darin immer noch Platz. Alltagsphilosoph Klaus Krümeler kommt ebenso vor wie alt Grossratsgattin Kaderli Rösi, die es bis zur Gemeindepräsidentin geschafft hat.

Berner Witz wird überall verstanden

Heinz Däpp absloviert rund 70 Auftritte pro Jahr, viele davon auch ausserhalb des Kantons Bern. Seine Ironie funktioniert auch in Zürich oder St. Gallen. Das liege am Dialekt, glaubt der 71jährige. Die Berner könnten die bösesten Sachen sagen und die Leute hätten immer noch das Gefühl, «es sig dr Alpsäge», schmunzelt Däpp.