«Ich hatte den Ruf, der neue Jo Siffert zu sein»

Der Freiburger Alexandre Fasel ist Botschafter der Schweiz bei der UNO in Genf. Eigentlich wollte er Formel-1-Fahrer werden, hat den Sprung in die Königsklasse aber nie geschafft. Ein Gespräch über Berufung, die Heimat und Diplomatie.

Alexandre Fasel sitzt in Jeans und einer Strickjacke auf der Terrasse eines Freiburger Restuarants und geniesst einen Kaffee in der Sonne. Er ist unterwegs zum Markt auf dem Freiburger Rathausplatz. «Ich versuche, jedes Wochenende nach Hause zu kommen und auf den Markt zu gehen», sagt der 52-jährige Freiburger.

Er sei stark in Freiburg verwurzelt, «das ist wichtig, dass man in der Diplomatie weiss, woher man kommt». Alexandre Fasel wollte eigentlich Formel-1-Pilot werden. Er fuhr in der Formel Ford, bis ein Unfall seine Karriere beendete: «Danach musste ich noch lange Schulden abzahlen, um den Schaden zu begleichen».

«Man weiss nicht, was kommt»

Die Diplomatie habe ihn schon früh gereizt, «ich habe immer gespürt, dass ich das machen möchte». Trotz Familie: Alexandre Fasel ist verheiratet und hat vier Kinder. «Meine Frau und ich haben diese Vision immer geteilt, dass wir internationale Erfahrungen sammeln möchten».

Fasel war bereits in Kanada und Australien tätig und ist aktuell Schweizer Botschafter bei der UNO in Genf. Was als nächstes kommt, weiss er nicht. «Mit dieser Unsicherheit muss man leben können», aber das sei ja auch das Spannende: «Man weiss, es kommt etwas Neues, aber man weiss nicht, was.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)