Im Freiburger Seebezirk haben viele den Aussenseiter gewählt

Im kleinen Bauerndorf in Salvenach haben fast 25 Prozent der Wählerinnen und Wähler für den Aussenseiter Alfons Gratwohl gestimmt. Es stellt sich die Frage, wo diese Stimmen im zweiten Wahlgang hingehen.

Ein Dorfplatz, Häuser und Gärten.

Bildlegende: Das Gemeindehaus von Salvenach. SRF

Der Sohn von Bauer und Chauffeur Paul Raul hat Alfons Gratwohl gewählt. «Er ist ein Bauer», habe ihm sein Sohn als Begründung gesagt. Auch in Salvenach gibt es Leute, die nur für die eidgenössischen Abstimmungen zur Urne gingen. Wie der Metallbauer Beno Schneuwly: «Ich kannte die drei Kandidaten nicht.»

Bäuerin Conny Leicht hat eine Vermutung, weshalb in Salvenach jeder Vierte seine Stimme Alfons Gratwohl gab. Ein Sozialdemokrat passe vielen nicht. «Und ein CVP-Mann wählt in einem reformierten Dorf auch nicht jeder.»

Ihre Nachbarin Katharina Morgenegg fand Alfons Gratwohl nicht wählbar. Sie steht der SP nicht nahe, hat aber trotzdem Jean-François Steiert gewählt. «Siggen will die Frau zurück an den Herd und ist mir zu konservativ.»

Der zweite Wahlgang findet am 13. Oktober statt.