In den Walliser Bergen sterben vier Tourengänger

Am Samstagmorgen sind im Val d'Anniviers drei Seilschaften in eine Lawine geraten. Zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Am Nachmittag wurden am Zinalrothorn zwei Alpinisten von einem Schneebrett mitgerissen.

Karte des Val d'Anniviers, sichtbar die Pointes de Mourti und das Zinalrothorn.

Bildlegende: Vier Tourengänger sind im Wallis am Wochenende ums Leben gekommen. Google Maps

Am frühen Samstag Morgen löste sich an der Nordseite der Pointes de Mourti im Val d'Anniviers eine Lawine. Drei Zweierseilschaften gerieten in die Lawine, zwei Menschen starben, vier weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Wie Markus Rieder, Mediensprecher der Kantonspolizei Wallis sagte, schwebt eine der verletzten Personen in Lebensgefahr.

Alarm ausgelöst hat laut Rieder eine Person, die weiter oben stand. Die Seilschaften seien nach ersten Erkenntnissen mit einem Bergführer unterwegs gewesen. Der Pointes de Mourti auf 3560 Metern ist ein beliebtes Ziel von Tourenskifahrern. «Aber in der letzten Woche ist nochmals viel Schnee gefallen, deshalb war die Situation speziell.»

Ebenfalls der Schnee ist die Ursache für einen Unfall am Zinalrothorn zwischen dem Val d'Anniviers und dem Mattertal. Dort riss ein Schneebrett zwei Alpinisten mit. Laut Markus Rieder stürzten die beiden Verunglückten mehrere hundert Meter tief auf den Triftgletschter ab.