«In meinen Geschichten stehen Menschen am Berg im Mittelpunkt»

Die Journalistin und Alpinistin Natascha Knecht hat eine Biografie über den Bergführer Melchior Anderegg aus Meiringen geschrieben. Anderegg war im 19. Jahrhundert ein Pionier in den Schweizer Alpen. Natascha Knecht, selber aus Meiringen, konnte mit dem Buch Arbeit und Leidenschaft verbinden.

Porträt von Natasche Knecht

Bildlegende: Dick eingepackt mit Skibrille: Die Journalistin Natascha Knecht geht leidenschaftlich gern in die Berge. zvg (Thomas Senf)

Die Berge hätten in ihrem Leben seit ihrer Kindheit eine Rolle gespielt, sagt Natascha Knecht im Gespräch mit Radio SRF. Aber so richtig wahrgenommen, habe sie die Berge erst, nachdem sie nach Zürich gezogen sei. «Hier entdeckte ich meine Faszination für das Bergsteigen.»

In den Bergen finde sie den Kontrast zur Hektik der Grossstadt. «Dort ist es still, ruhig und erholsam.» Dass es viele Städter in die Berge zieht, sei schon früher so gewesen. Die Bewohner der Bergtäler hätten keinen Grund gehabt, in die Berge zu gehen - dort gab es für sie nichts zu tun. Die Städter hingegen liessen sich von der Faszination der Berge verführen.

«Es ist ein grosses Glück, dass ich über meine Leidenschaft schreiben kann», sagt Natascha Knecht weiter. Es sei ihr wichtig, dass in ihren Texten der Mensch im Mittelpunkt steht. So sei sie auch auf den Berner Oberländer Bergführer Melchior Anderegg gestossen. Er war im 19. Jahrhundert ein Pionier der Schweizer Alpen und hat zahlreiche Gipfel als Erster bestiegen.

Bald habe sie gemerkt, dass es viel Material zu Melchior Anderegg gebe. «Es wäre schade gewesen, sein spannendes Leben auf einer Zeitungsseite zu erzählen», sagt die Berner Journalistin aus Meiringen. Und so ist das Buch «Pionier und Gentleman der Alpen» entstanden.

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