Insel stellt zwei bedeutende Projekte vor

Das Berner Inselspital ist bei der Arealentwicklung einen Schritt weiter. Es hat die Siegerprojekte für das geplante Schweizerische Herz- und Gefässzentrum und für das neue Organzentrum präsentiert.

Den Projektwettbewerb für das Herz- und Gefässzentrum gewann die Berner Architektengemeinschaft GWJArchitektur/IAAG/Astoc, wie das Berner Universitätsspital mitteilte. Das beste Projekt für das Organzentrum reichte das Aarauer Architekturbüro Schneider & Schneider ein.

Die Berner Architektengemeinschaft setzte sich in einem Projektwettbewerb im selektiven Verfahren durch, an dem in einer ersten Runde 25 Teams aus dem In- und Ausland mitmachten. In die zweite Runde schafften es zwölf.

Für den Neubau des Organzentrums wählte das Inselspital aus Zeitgründen das Verfahren des begleiteten Studienauftrags. Das Organzentrum muss rasch zur Verfügung stehen, weil es in einer ersten Phase als Frauenklinik dienen soll. Deren schadhafte Stützlager müssen bekanntlich repariert werden. Fünf eingeladene Schweizer Architekturbüros legten Entwürfe für das Organzentrum vor, das Teil des späteren Tumor-Zentrums sein wird.

Die Investitionssumme für das Organzentrum beträgt - inklusive Vornutzung durch die Frauenklinik - 250 Millionen Franken, wie das Inselspital am Freitag auf Anfrage bekanntgab. Für das Herz- und Gefässzentrum rechnet die Insel mit Kosten von 440 Millionen Franken.

«Erste Früchte» des Masterplans

Die beiden Wettbewerbe fanden parallel zum Planungsverfahren für die neue Überbauungsordnung Insel Areal III statt, über die das Stadtberner Stimmvolk voraussichtlich im kommenden März abstimmt. Durch die Wettbewerbsverfahren sei die Überbauungsordnung «auf Herz und Nieren geprüft» worden, schreibt das Inselspital. «Sie hat sich als ausserordentlich robust erwiesen; es waren nur
wenige Korrekturen nötig.»

Die Überbauungsordnung hat wiederum mit dem Masterplan Inselspital zu tun, der eine koordinierte und bauliche Weiterentwicklung des Insel-Areals für die nächsten 50 Jahre garantieren soll. Weil nun erste konkrete Bauprojekte vorlägen, trage dieser Masterplan «erste Früchte», schreibt die Leitung des Inselspitals.