Jede vierte Schafalp im Wallis ist vor dem Wolf nicht schützbar

Der Kanton Wallis hat zusammen mit der Vereinigung für die Entwicklung der Landwirtschaft, Agridea, alle Schafalpen überprüfen lassen. Resultat: Auf rund einem Viertel dieser Alpen können die Schafe nicht genügend vor dem Wolf geschützt werden.

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Schafalpen unter der Lupe

4:35 min, aus Schweiz aktuell vom 10.6.2014

Im Kanton Wallis weiden derzeit rund 50'000 Schafe auf 155 Alpen. Laut Agridea ist die Tendenz aber stark abnehmend, in den Jahren 2011 und 2012 hätten die Bestände um sieben Prozent abgenommen.

Die Agridea will jetzt zusammen mit den betroffenen Schafzüchtern jede Alp einzeln überprüfen und schauen, welche Schutzmassnahmen möglich und für die Bauern auch zumutbar und finanziell tragbar sind.

«Herdenschutz genügt nicht»

Der Kanton hat sich bereit erklärt, die Bauern bei diesen Massnahmen finanziell zu unterstützen. Die Grösse der Hilfe ist allerdings noch offen.

Georges Schnydrig, der Präsident der Oberwalliser Schäfer, erklärte sich bereit, bei diesem Programm mitzumachen: «Allerdings muss man klar sagen: Dieser Herdenschutz genügt für unsere Schafe nicht.» Auch müsse der Schutzstatus des Wolfes gelockert werden. «Nur so können wir unsere Tiere wirklich schützen.»