«Kaffee ist ein Beziehungsgeschäft», sagt Regina-Chef Gertsch

Die älteste Berner Kaffeerösterei, Regina, behauptet sich im Markt gegen grosse und kleine Konkurrenz. Dies gelingt ihr dank geschickten Zusammenschlüssen und Pflege der Kunden.

Regina-Chef Peter Gertsch bei seinem wertvollen Rohstoff, den Kaffeeebohnen.

Bildlegende: Regina-Chef Peter Gertsch im Lager mit den rohen Kaffeebohnen. Anna Lemmenmeier/SRF

Regina Kaffee gibt es vor allem in Restaurants zu trinken, dort erkennt man ihn am Mexikaner, der vielerorts die Kaffeetassen ziert. Die Firma Regina («die älteste Rösterei von Bern») hat mehr als hundert Jahre lang ihren Kaffee in Bern geröstet, unlängst ist sie nach Burgdorf ins ehemalige Roche-Gebäude umgezogen. Dort will sie mehr als 1000 Tonnen Kaffee pro Jahr rösten und abpacken.

Anna Lemmenmeier/SRF

Bildlegende: Gerösteter und abgepackter Kaffee der Kolanda-Regina Gruppe SRF

Die Firma Regina hat sich in den letzten Jahren mit der Basler Kolanda und dem Waadtländer Espresso Club zusammengeschlossen. Sie lebt von der Nähe zu ihren Kunden. Mehr als 3000 Betriebe in ihren Stammgebieten beliefert die Firma Kolanda-Regina jetzt, vor allem in der Gastronomie.

Die langjährige Zusammenarbeit mit Stammkunden von der Dorfbeiz bis zum Gourmettempel sei ihr grosser Vorteil, sagt Geschäftsführer Peter Gertsch. Der Kaffeehandel sei ein Beziehungsgeschäft.

Der Zusammenschluss ermögliche es der Firma, Kosten zu sparen und sich so gegen die ganz grosse Konkurrenz wie Delica oder Nespresso ebenso zu behaupten wie gegen die vielen kleinen Gourmetröstereien in der Schweiz. Weitere Zusammenschlüsse seien aber nicht geplant, sagt der Chef von 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: «Wir wollen uns auf das konzentrieren, was wir jetzt machen. Und das wollen wir gut machen.»