Ahnenforschung Kanton Bern ermöglicht Ahnenforschung über Internet

Ahnenforscher müssen ab sofort nicht mehr ins Berner Staatsarchiv, wenn sie die Kirchenbücher der bernischen Kirchgemeinden bis 1875 konsultieren wollen: Das Staatsarchiv hat diese Verzeichnisse ins Internet gestellt.

Alte Schrift in einem Kirchenbuch.

Bildlegende: Entziffern der Informationen in Kirchenbüchern ist nicht immer einfach: Eherodel der Kirchgemeinde Bätterkinden. ZVG/Bernisches Staatsarchiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Daten umfassen die Zeitspanne vom 16. Jahrhundert bis ins Jahr 1875, als die Zivilstandesämter begannen, die Informationen zu sammeln.
  • Es handelt sich um Digitalisierungen der alten, schwarzweissen Mikroverfilmungen der Kirchenbücher aus den 1980-er und 1990-er Jahren.
  • Insgesamt 3577 Kirchenbücher aus 177 Kirchgemeinden bewahrt das Staatsarchiv auf.

Wer nach seinen Ahnen sucht, hat es im Kanton Bern künftig einfacher. Neu sind die Kirchenbücher aus den Kirchgemeinden online verfügbar. In diesen Büchern hatten die Pfarrer registriert, wer in der Kirchgemeinde getauft wurde, wer verstarb oder wer heiratete.

«  Besonders für ausgewanderte Berner ist das hilfreich. »

Barbara Studer Immenhausen
Staatsarchivarin

Das sei ein Service an den Kunden, sagt Staatsarchivarin Barbara Studer Immenhausen: «Wir hatten oft Anfragen, ob man diese Informationen nicht ins Internet stellen könnte.» Besonders für ausgewanderte Bernerinnen und Berner sei es hilfreich, online und unabhängig von den Öffnungszeiten nach Ahnen suchen zu können.

«  Nicht alle Pfarrer haben gleich schön geschrieben. »

Barbara Studer Immenhausen
Staatsarchivarin

Die Informationen darin sind nicht immer leicht zu entziffern. Barbara Studer Immenhausen weiss das: «Die Handschriften waren früher halt anders.» Zudem hätten nicht alle Pfarrer gleich schön geschrieben.