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Umstrittene Werkstätte Kanton Bern will Bahnen in die Pflicht nehmen

Rund um eine neue Bahnwerkstätte will die Regierung ein Angebot der SBB prüfen – und verlangt «konstruktive Mitarbeit».

Die Berner Kantonsregierung will die jüngst von der SBB skizzierten Vorschläge für eine künftige Zusammenarbeit mit der BLS im Bereich des Fahrzeugunterhalts genau geprüft haben. Die Aufgabe soll die ehemalige Begleitgruppe «BLS-Werkstätte» übernehmen.

Züge der BLS und der SBB
Legende: BLS und SBB streiten sich um Fernverkehrslinien. Keystone

Der Regierungsrat erwartet von der Begleitgruppe eine genaue Prüfung der Vorschläge. Von den Bahnen erwartet er «eine konstruktive und lösungsorientierte» Mitarbeit, wie er in seiner Mitteilung weiter schreibt.

«Genaue Prüfung»

Das Angebot der SBB basiert laut Regierungsrat im Wesentlichen auf einem engeren Rollmaterialeinsatz zwischen BLS und SBB. Dies würde gegebenenfalls einen Verzicht auf den Neubau im «Chliforst Nord» ermöglichen.

Darum geht es

Unter der Leitung von SP-Grossrat Bernhard Antener begleitete die Gruppe die zähe Suche der BLS nach einem neuen Standort für eine Werkstätte. Nach langer Suche und vielen Abklärungen kam als möglicher Standort das Gebiet «Chliforst Nord» bei Bern in Frage. In der Bevölkerung regte sich dagegen allerdings heftiger Widerstand.

Die SBB brachte ihr Angebot Anfang August überraschend ins Spiel. Die Berner Kantonsregierung verlangte daraufhin konkretere Angaben von der SBB. Diese hat der Regierungsrat erhalten, wie er am Mittwoch mitteilte. Das Angebot der SBB fällt in eine heikle Zeit, in der sich die Bundesbahn und die Privatbahn BLS nicht einig sind. Die beiden zanken sich um Fernverkehrslinien.

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