Kanton und Stadt Bern sparen bei Quartier- und Beratungsarbeit

Der Kanton spart bei der Gemeinwesenarbeit 1,8 Millionen Franken. Die Stadt Bern ist ab 2014 nicht mehr in der Lage, diese Ausfälle zu kompensieren.

Der Kanton Bern muss sparen und streicht zahlreiche Ausgaben. Dies bekommen nicht nur die ländlichen Regionen zu spüren, sondern auch die Stadt Bern. Diese hat am Donnerstag gemeldet, dass sie bei den Ausgaben fürs Gemeinwesen nicht für den Kanton in die Bresche springen will. Wie es deshalb ab 2014 mit den betroffenen Quartier- und Familientreffs in der Stadt Bern weitergeht, ist offen. Der Gemeinderat suche nach Lösungen, schreibt er.

Finanzierung 2013 als Übergangslösung

Das Berner Kantonsparlament beschloss im November 2012, Gemeinschafts- und Quartierzentren ab 2013 nicht mehr mitzufinanzieren. Betroffen sind von diesem Entscheid auch die 22 Quartierzentren und andere Institutionen, die im Auftrag der Stadt Bern Quartier- und Beratungsarbeit leisten.

Der Sparbeschluss des Kantons stiess Anfang Januar im Berner Stadtparlament auf breite Kritik. Um die Quartierzentren im laufenden Jahr nicht hängen zu lassen, sprang die Stadt vorerst mit eigenem Geld ein. Sie liess aber schon damals offen, ob dies auch 2014 der Fall sein würde.