Keine Kurzarbeit für Tamoil-Angestellte im Wallis

Die Hoffnung der Tamoil-Angestellten auf eine Rettung der Raffinerie in Collombey im Wallis schwindet. Die Walliser Regierung konnte die Direktion des Werks nicht umstimmen. Diese lehnte Kurzarbeit am Dienstag bei Gesprächen mit der Regierung ab. Rund 230 Angestellten droht die Entlassung.

Eine Fabrik.

Bildlegende: Der Betrieb in der Tamoil-Raffinerie in Collombey steht zurzeit still; die Zukunft ist ungewiss. Keystone

Die einzige Hoffnung ist nun noch, dass ein Käufer gefunden wird. Tamoil habe sich eine Frist bis am 31. März gesetzt, um einen eventuellen Käufer zu präsentieren, sagte Regierungspräsident Jean-Michel Cina nach dem Treffen mit dem Management.

Die Tamoil-Direktion habe erklärt, dass es nicht möglich sei, parallel zu einem Massenentlassungsverfahren Kurzarbeit einzuführen, erklärte Cina weiter. Die Weiterführung des Betriebes würde die Präsenz der gesamten Belegschaft erfordern, unabhängig vom Produktionsvolumen, hiess es seitens der Direktion.

Die Raffinerie-Betreiberin Tamoil hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, den Betrieb auf unbestimmte Zeit einzustellen. Sie begründete den Schritt damit, dass die Raffinerie nicht mehr rentabel sei. Die Schliessung bedroht 233 Stellen.

Die Walliser Regierung hatte eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um die Schliessung der Raffinerie zu verhindern. Für ihre Forderung, die Entlassung der mehr als 200 Angestellten zurückzunehmen und stattdessen Kurzarbeit einzuführen, erhielt die Walliser Regierung am Dienstag auch Unterstützung von der Waadtländer Regierung.

Der Kanton Waadt ist insofern betroffen, als rund 40 Beschäftigte der Tamoil-Raffinerie in der Waadtländer Region Chablais wohnen.