Kunst vor Sonnenkollektoren

Das Walliser Kantonsparlament musste sich am Freitagmorgen zwischen Kunstförderung und der Förderung von alternativer Energie entscheiden. Und entschied sich für die Kunst.

Roter Würfel auf grauer Fassade.

Bildlegende: Sonnenkollektoren Ja - aber nicht auf Kosten von Kunst am Bau. Keystone/Symbolbild

Vor die Wahl gestellt wurde das Parlament durch die SVP Unterwallis. Diese forderte, dass der Staatsrat künftig die Wahl haben soll, ob er Geld für Kunst am Bau, oder für Massnahmen zur Förderung der Energie-Effizienz einsetzen will.

Das Walliser Kulturförderungsgesetz verlangt von der öffentlichen Hand, dass bei Investitionen in Bauten jeweils 0,5 bis 2 Prozent der Bausumme für Kunstwerke am Bau eingesetzt werden. Dies gilt im Wallis als eines der stärksten Instrumente zur direkten Unterstützung der Künstler.

Nicht gegeneinander ausspielen

Diese Mittel wollte das Kantonsparlament nicht aufs Spiel setzen: «Kunst am Bau ist ein wichtiges Aushängeschild für das Wallis geworden. Darauf wollen wir nicht verzichten», so Francesco Walter von der CVP Oberwallis.

Zudem – so der radikal-liberale Yves Fournier – solle man nicht die eine sinnvolle Sache gegen eine andere sinnvolle Sache ausspielen. Das Kantonsparlament lehnte die Motion der SVP mit grosser Mehrheit ab.