Laldnerkanal bei Visp ist nicht durch Quecksilber verschmutzt

Untersuchungen des Kantons Wallis haben gezeigt, dass es im Wasser des Laldnerkanals kein Quecksilber hat.

Strassenbaustelle und Brücke, abgesperrt mit Bändern.

Bildlegende: Die Aufschüttungen bei der Strassenbaustelle sind mit Quecksilber verseucht, der Laldnerkanal in der Nähe aber nicht. Keystone

Das Wasser wurde geprüft, nachdem Ende Januar beim Bau einer Strasse zwischen Visp und Baltschieder Aufschüttungen mit hohem Quecksilbergehalt gefunden wurden. Die belasteten Aufschüttungen wurden für die Fundamente von kürzlich zurückgebauten Brücken an beide Ufer des Laldnerkanals und der Rhone gebracht. Untersuchungen zeigten stellenweise eine extrem hohe Quecksilberbelastung von bis zu 1500 Milligramm pro Kilogramm. Rund 100 Kubikmeter Erde wurden ausgehoben und in Containern zur Entsorgung nach Deutschland gebracht. Das insgesamt auszuhebende Material wird auf 1600 Kubikmeter geschätzt, wie der Kanton Wallis am Mittwoch mitteilt.

Weitere Sanierungen nötig?

Noch unklar ist, ob nicht nur bei den ehemaligen Brücken, sondern auch bei einem unterhalb des heutigen Kreisels eine Bodensanierung nötig ist. Dies sollen weitere Untersuchungen zeigen. Woher das belastete Füllmaterial stammt, ist unklar. Es könnte zwischen 1962 und 1966 beim Bau der Strasse von Visp nach Baltschieder eingebaut worden sein, oder auch zwischen 1985 und 1986, als die kürzlich abgerissenen Brücken erstellt wurden.

Auch beim Grossgrundkanal westlich von Visp wurden erhöhte Quecksilberwerte entdeckt. Die Verschmutzung stammt vom Chemieunternehmen Lonza, das zwischen 1930 und 1976 das Schwermetall ins Gewässer ableitete.