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Inselspital Bern Liebäugeln mit neuem Standort für die Frauenklinik

Die Insel-Gruppe prüft derzeit, die Frauenklinik anderswo unterzubringen. Dies, sofern sie das sanierungsbedürftige Gebäude dem Kanton zurückgeben kann.

Fassade der Frauenklinik.
Legende: Bald an einem anderen Standort? Die Frauenklinik der Insel-Gruppe. Keystone

Die Frauenklinik der Insel-Gruppe in Bern ist seit Inbetriebnahme ein Problemfall: Mehrere kleinere Baumängel, statische Probleme und eine ungenügende Erdbebensicherheit machen eine Sanierung notwendig.

Es wäre nicht die erste Nachbesserung des erst 15 Jahre alten Gebäudes. Die anstehende Sanierung würde die Insel-Gruppe rund 100 Millionen Franken kosten. Deshalb prüft die Insel-Gruppe derzeit, ob sie die Frauenklinik anderswo unterbringen könnte, wie Holger Baumann, Geschäftsführer der Insel-Gruppe, sagt. Er bestätigt damit entsprechende Beiträge in den Zeitungen «Der Bund» und «Berner Zeitung».

Alles an einem Ort

«Es muss ein Ort sein, an welchem wir alle frauenheilkundlichen Abteilungen an einem Ort unterbringen können. Wir wollen die Klinik nicht aufteilen», sagt Baumann. Um diese Option aber überhaupt möglich zu machen, müsste die Insel-Gruppe den sanierungsbedürftigen Bau abstossen und dem Kanton zurückgeben können. Ein Abriss der Klinik hingegen sei «keine Option», so Baumann.

Die Gründe für die Kostensteigerung

Die Kosten für die Sanierung der Frauenklinik belaufen sich neu auf 100 statt 36 Millionen Franken. Und das sind die Gründe für die Kostensteigerung: Die Behebung der Baumängel belaufen sich weiterhin auf 36 Millionen Franken. Damit werden bspw. die Schäden an den Fassaden und an Bodenbelägen behoben, wie die Medienstelle der Insel-Gruppe auf Anfrage mitteilt. Bei der aktuellen Bestandesaufnahme kamen dann weitere 25 Millionen für Instandsetzungsmassnahmen hinzu, wie etwa der Ersatz der OP-Lüftung und OP-Leuchten. Die restlichen rund 40 Millionen Franken werden für die Prozessoptimierung, als Reserve und für Zusatzbedürfnisse gebraucht, wie etwa die Neugestaltung der Wandoberflächen in den Patientinnenzimmern.

Sollte sich die Insel-Gruppe dennoch für eine Sanierung entscheiden, würde die Frauenklinik während der Bauzeit in den Neubau des Tumorzentrums auf dem Inselareal ziehen. Das Tumorzentrum würde dann, nach Auszug der Frauenklinik, fertiggestellt und noch aufgestockt werden.

Bis im August will sich die Insel-Gruppe für eine der beiden Varianten entscheiden. Entscheidend dürfte dabei auch sein, ob der Kanton Bern die Frauenklinik überhaupt zurücknehmen würde. Auf Anfrage will sich der Kanton dazu noch nicht konkret äussern. Eine solche Option müsse zuerst vertiefter betrachtet und diskutiert werden, sagt Kommunikationschef Christian Kräuchi.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Michel Koller (Mica)
    War ja echt wieder eine Glanzleistung eines Generalunternehmens. Falls es Jemanden interessiert... Das GU war die Göhner Merkur AG, welche dann durch die Zschokke Holding AG übernommen wurde und diese fusionierte dann zur Implenia AG. Verantwortung für den Baupfusch wurde aber offensichtlich nicht übernommen oder der Kanton hat diesbezüglich die Möglichkeiten nicht ausgeschöpft.
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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Mit einem solchen Vorgehen und der Schlamperei bei der Kostenberechnung ist man heute auf Erfolgskurs und da bekommt man schneller einen kompletten Neubau - der Kanton hat ja Geld und das fehlende Kapital holt man bei den zukünftigen Patientinnen.
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