Lohnstreit im Kanton Bern: Geld muss reichen - Geld reicht nie

Am Samstag 16. März gehen die Personalverbände der Kantonsangestellten in Bern auf die Strasse. Sie demonstrieren gegen zu tiefe Löhne, zu hohe Arbeitsbelastung und zu schlechte finanzielle Perspektiven.

Mehr Lohn für die Kantonsangestellten ist ein Muss, sagt Lehrergewerkschafter Martin Gatti – mehr Lohn für die Kantonsangestellten liegt kaum drin, sagt SVP-Präsident Werner Salzmann.

Zwei Kantonsangestellte mit ganz unterschiedlicher Sichtweise

Martin Gatti ist Lehrer und Lehrergewerkschafter. Werner Salzmann ist SVP-Präsident und arbeitet auf der bernischen Steuerverwaltung. Beide sind Staatsangestellte, beide verdienen ungefähr gleich viel, aber beide könnten in ihrer Sicht auf die Lohnprobleme der Kantonsangestellten nicht unterschiedlicher sein. Das zeigt ein Gespräch im Regionaljournal BE FR VS

 Für Martin Gatti ist klar: «Die Löhne für die Kantonsangestellten müssen besser werden, sonst ist der Service Public und insbesondere die gute Bildung, in Gefahr.» Für Werner Salzmann ist klar: «Zuerst muss der Kanton Bern finanziell solid dastehen, vorher liegen generelle Lohnerhöhungen nicht drin.» Und mehr Geld für das Kantonspersonal, so Salzmann, werde es in nächster Zeit kaum geben. Die aktuelle Situation, 200 Millionen Franken Defizit aus dem Jahr 2012, erlaube keine Lohnerhöhungen.