Martin Laciga sucht eine neue Leidenschaft

Der erfolgreichste Schweizer Beachvolleyballer musste seinen Beruf mit 38 Jahren aufgeben. Nun sucht er einen neuen.

Martin Laciga in seinem Wohnzimmer - mit Pokalen und dem Bild des Familienhotels in Grächen.

Bildlegende: Martin Laciga in seinem Wohnzimmer in Kerzers - mit Pokalen und dem Bild des Familienhotels in Grächen. SRF

Am liebsten spielte Martin Laciga Beachvolleyball am Meer. Dort, wo andere Ferien machten. «Wenn es im Flugzeug hiess 'Wir wünschen Ihnen schöne Ferien' und wir waren unterwegs zur Arbeit - das war genial.» Dazu liebte er die unregelmässigen Arbeitszeiten und die Eigenverantwortung: «Ich musste jeden Morgen überlegen, wie ich finanziell über die Runden komme und wie ich mich verbessern kann». Das habe ihn an diesem Beruf am meisten fasziniert. 

Ab 1995 spielte Martin Laciga mit seinem vier Jahre älteren Bruder Paul professionell Beachvolleyball. Zusammen feierten sie viele Erfolge: Sie waren dreimal Schweizermeister, dreimal Europameister, einmal Vize-Weltmeister. Neun Jahre lang waren die Brüder Laciga ein sehr erfolgreiches Team - und sie haben sich nichts geschenkt: «Wir waren zwei Einzelkämpfer und haben uns gegenseitig stark unter Druck gesetzt. Darum haben wir uns ab und zu ein bisschen auf die Mütze gegeben», sagt Martin Laciga.

Ende Januar 2013 hat Martin Laciga seine Karriere im Profi-Beachvolleyball beendet. Die Knie machten nicht mehr mit.

Gesucht: Neue Leidenschaft

Nun muss sich Martin Laciga mit 38 Jahren einen neuen Beruf suchen, eine neue Leidenschaft. Er wolle sich dafür Zeit lassen, sagt er. Im Hotel seiner Mutter in Grächen VS hilft er als Manager mit. Aber er suche eine Funktion, bei welcher er auch unterwegs sein könne. Er wünscht sich Aktivitäten «mit Wärme und Emotionen».

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Beachvolley: Rücktritt von Martin Laciga

4:48 min, aus sportaktuell vom 30.1.2013