Mehr Freiheit und mehr Verantwortung für Walliser Tourismus

An einer Tagung in Siders hat am Freitag die Walliser Regierung ihre Ideen für die künftige Tourismusförderung vorgestellt. Die Regierung möchte auch ein neues Tourismusgesetze schaffen.

Touristen vor der Bergkulisse.

Bildlegende: Touristen auf dem Eggishorn begutachten den Aletschgletscher. Keystone

Der Kanton Wallis will künftig den Tourismusorten möglichst viel Freiheit lassen, was die Finanzierung aber auch die Struktur der Destinationen anbelangt. Dafür, so der zuständige Staatsrat Jean-Michel Cina, sollen die Stationen aber die volle Verantwortung für ihre Entscheide tragen. Der Kanton sehe seine Funktion künftig darin, möglichst gute Rahmenbedingungen zu schaffen

Dieser Vorschlag der Kantonsregierung steht im krassen Gegensatz zu dem, was die Regierung zusammen mit dem Kantonsparlament vor zwei Jahren im neuen Tourismusgesetz wollte. Damals wollte die Regierung eine neue Finanzierung für den Tourismus einführen und die Tourismusorte verpflichten, sich zu grösseren Destinationen zusammen zu schliessen. Das Gesetz hat das Volk vor zwei Jahren allerdings wuchtig abgelehnt.

Jetzt, so Staatsrat Jean-Michel Cina, habe man aus dieser Ablehnung die Lehren gezogen. Die Macher im Tourismus und die Stationen sollen selber entscheiden, ob sie sich zu Destinationen zusammenschliessen wollen oder nicht und wie sie sich finanzieren wollen. Der Kanton werde sich um die Rahmenbedingungen kümmern.

Ganzjahresbetrieb erwünscht

So will der KantonWallis zum Beispiel künftig nur jene Bergbahnen bei ihren Investitionen unterstützen, die sich für einen Ganzjahresbetrieb ausrüsten und ihre Investitionen klar mit der Destination koordinieren. Und die Regierung wolle auch jene Beherbergungsformen unterstützen, die warme Betten schaffen.

Diese Vorschläge gehen jetzt in die Vernehmlassung und sollen möglichst breit diskutiert werden. Auf der Basis dieser Diskussionen will die Regierung dann die Revision des Tourismusgesetzes aufbauen.