Mehr Krippenplätze im Kanton Freiburg

Rund 200 neue Krippenplätze und 1700 neue ausserschulische Betreuungsplätze sind innert drei Jahren entstanden. Nun gehen dem Kanton die Fördergelder aus.

Kinder und Betreuerinnen an einem Tisch

Bildlegende: Es gibt immer mehr Plätze, aber noch nicht überall genug. Keystone

Das Gesetz über die familienergänzenden Tagesbetreuungseinrichtungen trägt Früchte. Das Angebot an Krippenplätzen und ausserschulischen Betreuungsplätzen nahm seit der Einführung vor drei Jahren deutlich zu. Heute verfügt der Kanton Freiburg insgesamt über 1400 Krippen- und 5000 ausserschulische Betreuungsplätze.

Falsches Angebot

Die Anzahl Plätze reiche aber noch nicht aus, sagt Jessica Piccione vom kantonalen Kinder- und Jugendamt. «Da sucht zum Beispiel eine Familie für Dienstag einen Krippenplatz, frei ist aber nur der Mittwoch.» Staat und Gemeinden seien weiterhin gefordert.

Auffällig: Die Nachfrage nach Krippen- und Betreuungsplätzen ist im Sensebezirk tiefer als im übrigen Kanton. «Die Leute sind da anders organisiert», stellt Jessica Piccione fest. Doch nun gebe es auch im Sense Oberland Anfragen für eine Krippe.

Das Geld geht aus

Der Kanton fördert die Schaffung von ausserschulischen Kinderbetreuungsplätzen finanziell. Doch der Topf von einer Million Franken ist leer. Und auch der Topf für die Schaffung von Krippenplätzen – rund 1,5 Millionen Franken – neigt sich dem Ende zu. Nun muss der Staatsrat entscheiden, ob er noch mehr Geld zur Verfügung stellen will oder nicht.