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Museumsdirektorin Nina Zimmer «Kunstgeschichte war für mich eine Therapie»

Die Direktorin zweier Berner Museen spricht über ihre Rache an den Eltern und den Drang, viel zu erleben.

Als Nina Zimmer vor eineinhalb Jahren in Bern anfing, stiess sie auf viel Wohlwollen. Mittlerweile hat sich die Münchnerin in Bern etabliert – und verlangt, dass man mit ihr Mundart spricht. «Gute Gespräche finden meist nur in Mundart statt», sagt die Chefin des Kunstmuseums Bern und des Zentrums Paul Klee.

Sie organisiert erfolgreich Ausstellungen, darunter auch die vielbeachtete Gurlitt-Schau. Die 44-Jährige kommt aus einer sehr an Kunst interessierten Familie. Ihr Vater HP Zimmer war für seine farbigen und ausdrucksstarken Bilder bekannt. «Weil ich aus einer Künstlerfamilie stamme, ist mein Beruf nicht selbstverständlich.»

Ich habe mich mit meinem Studium an meinen Eltern gerächt.

Tatsächlich sieht sie ihr Studium der Kunstgeschichte als «Rache» an den Eltern. «Dadurch konnte ich mir einen eigenen Blick auf die Kunstgeschichte verschaffen und mich von meinen Eltern emanzipieren – die beste Therapie für mich.»

Kaum je an einem Ort

Nina Zimmer arbeitete und forschte auf der ganzen Welt: Südkorea, Kasachstan, Rumänien oder Ghana waren ihre Stationen. «Ich habe eine enorme Neugierde», sagt die Museumsdirektorin. «Mein Lebenshunger ist gross.» Zieht es sie also bald wieder aus Bern weg? «Ich bin angekommen hier – und das ist gut so.»

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