Nach der Absage der Jazz-Parade die Schuldzuweisungen

Die Organisatoren schieben sich gegenseitig die Schuld für das Debakel in die Schuhe. Am Tag nach dem Absageentscheid und Anschuldigungen an die Adresse des Gründers schlägt dieser zurück.

Das Gelände der Jazz-Parade.

Bildlegende: Das Gelände der Jazz-Parade in Marly. SRF

Die Kabel sind nicht unter der Erde, die Zelte stehen nicht, die Sicherheitsbeleuchtung funktioniert nicht. Die Liste ist lang, zu lang für den Oberamtmann des Saanebezirks, Carl-Alex Ridoré. «Auf dem Papier sah alles gut aus». Doch bei einem Besuch vor Ort musste er feststellen. «Es gibt noch viel zu tun». Der Oberamtmann erteilte die Bewilligung nicht. In der Nacht auf Freitag teilten die Organisatoren mit, dass die Ausgabe 2014 der Jazzparade abgesagt ist.

Es ist ein Schock für den Verein Jazz Parade. Die Schuld sieht der Verein bei Jean-Claude Henguely. Er hat die Jazz Parade 25 Jahre in der Freiburger Innenstadt organisiert.

Nachdem die Stadtbehörden das nicht mehr wollten, sollte Henguely das Festival in Marly auf die Beine stellen. «Er hat nicht kooperiert und nicht gehalten, was er versprochen hat», sagt Vereinspräsident Bernard Berset. Der Verein hat Henguely fristlos gekündigt.

Dieser schlägt am Tag nach dem Eklat zurück und sagt, der Verein und dessen Präsident hätten keine Ahnung. Zurückbleiben dürfte ein reisiger Schuldenberg. Und Standbetreiber und Angestellte, die ohne Einnahmen und Entlöhnung dastehen.