Tourismus im Berner Oberland Neue Tourismus-Organisation ist vorerst gescheitert

Lenk Tourismus will sich der neuen Destination mit Adelboden und Kandersteg nicht anschliessen. Der sehr klare Entscheid der Vereinsversammlung ist ein herber Dämpfer für eine neue Tourismus-Organisation im westlichen Berner Oberland.

Winterlandschaft Adelboden-Lenk.

Bildlegende: Skigebiet Adelboden-Lenk - wohin geht die Reise? Keystone

  • Die Mitgliedschaft bei «Talk», der neuen Destination mit Adelboden, Lenk und Kandersteg scheiterte beim Verein Lenk Tourismus mit 177 Nein gegen 94 Ja.
  • Ein Ergebnis, das nach anderthalbjähriger Vorbereitung vor allem die anderen Partner enttäuscht.
  • Erstaunlich ist das Ergebnis auch deshalb, weil sich Bergbahnen, Hoteliers und das Gewerbe im Vorfeld für den Schulterschluss mit den Nachbarn ausgesprochen hatten.

Zur Not geht's auch ohne die Lenk

Nun muss sich der neue Vorstand des Vereins Lenk Tourismus schnell darüber klar werden, wo sie in Zukunft dazugehören wollen. Denn die kantonale Volkswirtschaftsdirektion macht Druck. Sie will im Rahmen ihrer Destinationspolitik eine einzige «Destination Mitte» und macht davon den Rückfluss von Tourismusgeldern abhängig.

Adelboden und Kandersteg sind sich zusammen mit Frutigen, Reichenbach, Kiental und Boltigen im Simmental einig, dass eine neue gemeinsame Tourismusplattform auf jeden Fall richtig ist. Adelboden-Tourismus bestätigt, dass man mit den anderen Partnern weitermacht - allenfalls auch ohne die Lenk.